Qual der Wahl – Zwei Laserhallen in Mainz

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von Julius Braun, Foto: Robert S.

Nebel. Dunkelheit. Rote und grüne Strahlen blitzen durch die Halle. Musik wie in einem Action-Thriller. Plötzlich taucht eine dunkle Gestalt auf. Die Laserpistole zischt. „You are hit“, „You are hit“. „Verdammte Schei…“ flucht der Getroffene. Hämisches Lachen auf der anderen Seite. Nur wenige Sekunden warten. Energie aufladen. Dann geht’s weiter. Auf ins Gefecht!

Laser Was?
Bei Laser Tag geht es darum, den Gegner mit einem Laserstrahl zu markieren. Jeder Spieler trägt eine Weste mit Plastik-Sensoren an Schultern, Brust und Rücken, die im Dunkeln leuchten. Als Waffe dient der „Phaser“, eine SciFi-Spielzeugpistole, die Infrarot-Strahlen „verschießt“. Je nach Spielmodi ist das Ziel, möglichst viele Treffer zu landen oder bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Taktik und Zusammenarbeit sind gefragt. Der Laser-Trend kommt aus den USA. Seit der Fernsehserie „How I Met Your Mother“ gewinnt Laser Tag als Freizeitsport auch hierzulande zunehmend an Popularität. Seinen Ursprung hat es in den späten 70ern bei der US-Army, wo das Kampfspiel mit den Laserpistolen zur Ausbildung diente. Nach Mainz kam der Trend erst vor drei Monaten – und dann sogar doppelt: Am 26. Oktober eröffnete „Laser- Tag Mainz“ in Weisenau. Mit großem Erfolg. Keine zwei Monate später gibt es in Hechtsheim „Laser Game Mainz“. Wer hier zuerst auf die Idee mit dem Laserspiel kam, darüber herrscht Uneinigkeit. Wir haben beide Hallen verglichen und müssen eine Warnung aussprechen: Laser Tag kann süchtig machen und – man glaubt es kaum – tatsächlich in Sport ausarten!

Laser Game Hechtsheim
„Die größte Lasertaghalle in Deutschland!“ So beschreiben die Betreiber von Laser Game Mainz ihre vor kurzem eröffnete Arena vollmundig. Auf 900 Quadratmetern und zwei Ebenen können bis zu 30 Personen in acht Teams gegeneinander antreten. Die Spieler dürfen zwischen 20 verschiedenen Spiel-Modi wählen, mit klangvollen Namen wie „Herr der Ringe“, „Vampire“ oder „Infektion“. Mit der Halle haben die Inhaber Tolga Kavcioglu und Johann Schaaf ihr Hobby zum Beruf gemacht. Es sei eine Halle „von Gamern für Gamer“. „Wir haben monatelang mit den Behörden um eine Zulassung gekämpft“, erzählt Kavcioglu, „als wir damals den Bauantrag gestellt haben, war LaserTag Mainz noch nicht im Geschäft!“ Ärgerlich, sei das. Doch inzwischen laufe ihr Geschäft gut. Ein Spiel von 20 Minuten kostet sieben Euro pro Person. Die Halle ist sehr weitläufig und liebevoll gestaltet. Die zweite Ebene ist eine interessante taktische Option, die aber kaum Möglichkeiten lässt sich zu verstecken.

LaserTag Weisenau
„Wir haben den LaserTag Hype nach Deutschland gebracht“, sagt Andreas Djassemy. Er ist Sprecher von Laser- Tag Deutschland. Seit 2011 betreibt die Firma – als einer der ersten deutschen Anbieter – eine Halle in Frankfurt. „Unser großer Vorteil ist, dass wir mehr Erfahrung haben“, sagt Djassemy. So sei seine Halle besonders fair und gut ausbalanciert. Wer zuerst da war – Laser Game oder LaserTag – das spielt für Djassemy keine Rolle: „Wir wussten nicht, ob es da noch einen anderen Anbieter gibt. Das war uns auch egal!“ Auch in Weisenau kostet ein 20minütiges Spiel sieben Euro pro Person. Mit etwa 450 Quadratmetern ist die Halle zwar nur halb so groß, die Raumgestaltung wirkt aber ebenfalls ausgereift und die Filmmusik im Hintergrund ist großartig. Der Fokus liegt auf dem Spielmodus Team rot gegen Team blau. Für Experimentierfreudige gibt es noch fünf weitere Modi. Einen Gewinner konnten wir somit nicht eindeutig ausmachen. Beide Hallen haben Vor- und Nachteile. Am besten also selbst ausprobieren!

Laser Game in Hechtsheim Rheinhessenstraße 13, Haupteingang gegenüber: Friedrich-König-Straße 17b www.lasergamemainz.de, www.facebook.com/LaserGames-Mainz
LaserTag in Weisenau Weberstraße 2-4
www.lasertag-mainz.de www.facebook.com/LaserTag.Mainz

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