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Kreative Verpackungsidee dank sensor

von Gustav Windmüller

„Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern“ – gilt das auch für den sensor? Nicht für unseren Leser und mehr: August Priebe. Beginnt ein neuer Monat, sammelt er die sensoren ein, die übrig geblieben sind. (Bittere Ausnahme war das Juli/August Magazin – das gab es nirgendwo mehr.)
August Priebe bietet Bücher im Internet an, macht sich Gedanken über die Anhäufung von Kulturgütern und ihre materiellen Erscheinungsformen, die manchmal auch als Müll bezeichnet werden. Den zu vermeiden ist nicht unbedingt sein Ziel, aber eine Aufgabe, der sich der gelernte Buchhändler und Metallblasinstrumentenmacher verschrieben hat. „Ich arbeite nicht mehr hauptberuflich als Buchhändler, liebe und brauche den Umgang mit Büchern aber weiterhin. Die Bücher, die ich anbiete, werden mir von Freunden, Bekannten und Verwandten überlassen. (mehr …)

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Geschäft des Monats: Konditorei Nolda

von Monica Bege
Fotos: Katharina Dubno

Sahne, Grundlage für leckere Torten, aufgeschlagen wird sie im Kuhstall – im ehemaligen. Koch Franz Nolda erbte den Bauernhof seines Onkels und eröffnete 1919 eine Bäckerei. Sein Sprössling Gustav, lieber wäre er Studienrat geworden, sah notgedrungen ein, dass in den Wirren des zweiten Weltkrieges weniger Akademiker denn Bäcker benötigt werden. Der heute 91-Jährige schrieb kürzlich seine Memoiren im Selbstverlag und wohnt altengerecht gegenüber der Konditorei. Seit 27 Jahren liegt diese in den Händen von Sohn Hans-Joachim. In naher Zukunft wird dessen Sohn Sebastian, ebenfalls Konditor, das Ruder übernehmen. Die womöglich fünfte Generation rutscht bereits im anheimelnden Duft frisch gebackener Brote mit dem Bobbycar über den Innenhof. Die Noldas schätzen die Nähe zur Arbeit – bis auf Gustav wohnen alle auf dem Konditoreigelände und der Urgroßvater kommt gerne auf eine Tasse Kaffee und einen Plausch über die Straße. (mehr …)

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Einen Monat lang: Gewinnspiele spielen

von Lea Sophie Preußer
Illustration: Hendrik Schneider

Ich habe noch nie etwas gewonnen. Nichts Gutes zumindest. Wenn ich das hätte, würde ich diesen Text am Strand in Bali schreiben, gekleidet in einen 500 Dollar Bikini, den ich bei einem Shopping-Wochenende in New York gekauft hätte. Vielleicht würde ich diesen Text auch gar nicht schreiben, sondern mir stattdessen ein schönes Leben in meinem Einfamilienhaus mit Blick auf die Weinberge und einer monatlichen Rente von 3000 Euro machen. Gewinnspiele versprechen einem den Himmel auf Erden – und manchmal sogar ein bisschen mehr. Wie Sie jedoch merken, schreibe ich diesen Text und in Bali bin ich auch nicht, sondern nur in meiner etwas beengten Wohnung. Das Leben ist hart und Facebook nicht mehr mein Freund. (mehr …)

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2×5 mit Dr. Angela Rinn (Krimiautorin & Pfarrerin)

Interview: Ejo Eckerle
Foto: Ramon Haindl

Pfarrerin in Gonsenheim und Krimiautorin – wie geht das zusammen?

Ich schreibe auch ganz seriöse Sachbücher, aber so richtig Laune macht mir das Krimischreiben. Es ist einfach toll, sich da „virtuell“ ausleben zu können. Ich bin der festen Überzeugung, wenn Menschen mehr Krimis schrieben, um sich abzureagieren, gäbe es weniger Mord und Totschlag auf der Welt. (mehr …)

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So wohnt Mainz: Aktiv mit Neunzig (Seniorenzentrum Jockel Fuchs)

von Ulla Grall
Fotos: Frauke Bönsch

„Leider kann ich Ihnen überhaupt nichts anbieten.“ Die alte Dame im Rollstuhl zuckt bedauernd mit den Schultern. Elisabeth Missbach lebt seit einem Jahr im Seniorenzentrum „Jockel Fuchs“ in Mainz-Gonsenheim. Sie bewohnt ein Einzelzimmer in der zweiten Etage. „In Indien“, sagt sie scherzhaft: „Am Ende des Ganges“, und lacht, „ich bin hier Mitglied im Club der Neunzigjährigen. Und ich kann es nicht leiden, wenn nur noch gejammert wird. Man muss sich in die Umstände schicken.“ Bis vor einem Jahr lebte sie in ihrer eigenen Wohnung in Gonsenheim. Obwohl sie bereits auf den Rollator angewiesen war, versorgte sie ihren Haushalt noch weitgehend selbst. „Seit das Knie kaputt ging, sitze ich im Rollstuhl.“ Frau Missbach freut sich über Besuch, der für sie eine Abwechslung bedeutet. Aber langweilig sei es ihr nicht: „Ich mache gerne Kreuzworträtsel“, erzählt die Seniorin. (mehr …)

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Bar Check: Oma Else

von Felix Monsees
Fotos: Daniel Rettig

Futtern wie bei Muttern und fühlen wie bei Oma. Dieser Gedanke sowie die Lust und Möglichkeit, das Octan zu übernehmen, luden Gerrit Schick dazu ein, die Oma Else zu eröffnen. Den meisten ist Schick als Inhaber des „Schick und Schön“ bekannt, seit fast zehn Jahren mitverantwortlich für ein angenehmes Nachtleben in Mainz. Sein Konzept von Oma Else: „Morgens geht die Tür auf und abends geht sie wieder zu. Zwischendurch kriegt jeder was er möchte, ob Cocktails oder Frühstück“, sagt Gerrit, „wohlbehaglich und bestens versorgt wie bei Oma“, fasst er zusammen. Das alte Octan wurde einer Komplett-Renovierung unterzogen und präsentiert sich luftig mit Stehtischen und einer 70er Jahre Sitzecke im hinteren Bereich. Das Publikum setzt sich aus Studenten, Senioren und Viertelbewohnern zusammen. Bei einsetzender Dämmerung wird hier mit einem Bier und Abendessen der Feierabend eingeläutet. Partynächte beginnen eher beim großen Bruder (Schick&Schön / Coupe70) an der Kaiserstraße. (mehr …)

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Wer wird Mainzer OB? – 250 Unterschriften reichen

von Michael Bonewitz
Illustration: Hendrik Schneider

Er lag in der Luft, der Rücktritt des Oberbürgermeisters Jens Beutel. Als er dann kam am 31. Oktober, traf es Mainz wie ein Paukenschlag. Der erste OB in der Nachkriegsgeschichte der Stadt, der zurücktreten musste. Die Schlagzeilen waren kaum verdaut, da trudelten die ersten Bewerbungen ein. Klaus Hofmann, Unternehmenssprecher der Schott AG, war der erste, der seinen Hut in den Ring warf und sich als möglicher OB-Kandidat der CDU ins Gespräch brachte. (mehr …)

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Die Rettungshundestaffel vom Malteser Hilfsdienst

Text: Heidrun Fleischer
Fotos. Kristina Schäfer

Es ist kalt und dämmert bereits. Sky rennt durch das Unterholz, voll konzentriert auf seinen Auftrag. Dieser lautet: Suche den Vermissten. Zusammen mit den anderen Hunden der Rettungshundestaffel des Malteser Hilfsdienstes wurde Sky, ein siebenjähriger Border Collie, in ein Waldgebiet geschickt, um die vermisste Person zu finden.
Für Birgit Speer ist die Arbeit mit ihrem Hund Sky zum Lebensinhalt geworden. Vor sieben Jahren ist sie zur Rettungshundestaffel der Malteser gestoßen. Schon lange viel mit Hunden beschäftigt, wollte sie dieses Hobby mit etwas Nützlichem verbinden: Menschen zu helfen und Leben zu retten. (mehr …)

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Einen Monat lang: täglich Sex

Text: Lea Sophie Preußer
Illustration: Hendrik Schneider

Ein Klischee über Frauen ist ja, dass sie häufig genervt sind vom sexuellen Verlangen ihres Mannes. Dass sie öfter „Kopfschmerz“ haben als „Lust“. Auch soll es ja nicht selten sein, dass je länger ein Paar zusammen ist, der Sex umso seltener wird. Ich bin dahingehend noch nicht so erfahren. Zwar hatten mein Freund und ich am Anfang unserer Beziehung öfter Sex als heutzutage, aber wir haben uns am Anfang auch öfter gesehen. Ich glaube, damals waren Ferien. Ich habe mich jedenfalls nie als eine Frau eingeschätzt, die keine Lust auf Sex hat. Es macht ja Spaß, gehört zu einer intakten Beziehung und entspannt (häufig). Und selbst wenn man sich danach mal nicht besser fühlt, dann waren es ja auch nur durchschnittlich 17 (laut einer Studie) vergeudete Minuten. Genauso wie Nachrichten gucken oder duschen – das macht man schließlich auch jeden Tag. Wobei ich nicht jeden Tag die Nachrichten gucke. Da ist mir meine Zeit zu kostbar, dann doch lieber Sex. Ich stand diesem Experiment, jeden Tag Sex zu haben, jedenfalls sehr positiv gegenüber. Um ehrlich zu sein, ich hatte sogar gedacht, dass wir sowieso jeden Tag Sex hätten. So kann man sich täuschen … (mehr …)

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Restaurant des Monats: Shanghai Garden

Text: Michael Bonewitz
Fotos: Elisa Biscotti

Authentisch sein lautet die oberste Devise für Yu-Sha, den Besitzer des chinesischen Restaurants Shanghai Garden in Mainz-Finthen. „Meine Köche kommen direkt aus Shanghai, und sie kochen genau so, wie es in der chinesischen Millionenmetropole am Jangtsekiang üblich ist“, erklärt Yu-Sha. Die Shanghai-Küche gilt in China als eine der populärsten und beliebtesten. Und Yu-Sha ergänzt, um gleich vorweg mit einem bekannten Klischee aufzuräumen: „Hunde und Katzen kommen auch bei uns in China nicht auf den Tisch. Im Gegenteil, im Reich der Mitte schätzt man sie als Haustiere.“ (mehr …)

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So wohnt Mainz: zu Hause im Hundesalon



Text: Nicola Diehl
Fotos: Frauke Bönsch

Auf den Hund gekommen ist nicht nur Loriot. Nein, das sind auch Katharina Fromme und Richard Lemke (beide 26 Jahre, Studenten). Denn das vierbeinige Wesen spielt eine entscheidende Rolle im Leben der zwei gebürtigen Niedersachsener: Katharina und Richard bewohnen seit Februar einen ehemaligen Hundesalon. Als wäre das nicht genug, kam einen Monat später Hündin Stella als Mitbewohnerin dazu. Heute ist vom „Fellspektakel“ – so der Name des damaligen Salons – nur noch wenig zu sehen. Die beiden haben das ehemalige Ladengeschäft in schweißtreibender Eigenregie und mit humorigem Einrichtungsgeschick zu einer eigensinnigenExotenwohnung umgebaut. Mangel an Wohnraum war der Grund, weshalb sie Anfang des Jahres das Wagnis „Hundehütte“ eingegangen sind. (mehr …)