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Glücksbringer – Die Helfer der Mainzer Tafel

titelvon Ejo Eckerle und Stephan Dinges (Fotos):

Glück haben und anderen Menschen Glück bringen, für Hans-Wilhelm Kuhnt (66) trifft beides zu. An einem grauen Herbstmorgen ist er mit dem  „Glücksbringer“ unterwegs, ein weißer Ford Transit; gemeinsam mit Wolfgang Sieber (69) sammelt er das ein, was unsere Überfluss-Gesellschaft aussortiert hat: übriggebliebenes Gemüse, Brot, Käse- und Wurstwaren, Äpfel, Bananen und vieles mehr. Dazu steuern sie die Laderampen von knapp einem Dutzend Supermärkten im Lauf des Vormittags an. Sieber und Kuhnt sind ehrenamtliche Helfer der Mainzer Tafel. Der Verein hat 360 Mitglieder und beschreibt seine Aufgabe so: „Nicht mehr benötigte, aber noch geeignete Lebensmittel oder andere Gegenstände des unmittelbaren persönlichen Gebrauchs sammeln und an bedürftige Menschen weitergeben.“ (mehr …)

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DB Cargo will in Mainzer Zentrale schon 2017 rund 100 Arbeitsplätze abbauen

db-cargoAus der Allgemeinen Zeitung von Ralf Heidenreich

Während die Beschäftigten von DB Cargo am heutigen Montag an vielen Standorten der Bahn-Tochter gegen drastischen Stellenabbau und für eine Wachstumsstrategie protestieren, liegen nach Informationen der AZ konkrete Planungen für einen Stellenabbau in der Deutschland-Zentrale in Mainz vor. Am Mittwoch berät der Konzern-Aufsichtsrat der Bahn über den Wirtschaftsplan 2017. (mehr …)

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Kaum Platz für neue Kitas – Stadt startet Aufruf

jonas_otte_kita_mainz-4Der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem ersten Lebensjahr stellt die Stadt vor große Probleme. Es gibt kaum Grundstücke und Gebäude für den Bau von neuen Kindertagesstätten. Jetzt bittet die Stadt die Bürger um Hilfe. “Die Stadt ist in Not – wir brauchen Ihre Mithilfe!“, appellieren Liegenschaftsdezernent Christopher Sitte und Sozialdezernent Kurt Merkator an alle Grundstücksbesitzer, die unbebaute oder auch bebaute Grundstücksflächen in Mainz besitzen und diese verkaufen oder verpachten möchten.

Insbesondere in der Altstadt, der Oberstadt und Laubenheim werden Grundstücke für Kindertagesstätten gesucht. Die Grundstücksfläche sollte mindestens 1000 qm groß, gerne auch größer sein. Melden können sich die Anbieter bis 31. Januar 2017 unter der eigens für diesen Zweck eingerichteten E-Mail-Adresse kita.flaeche@stadt.mainz.de oder telefonisch beim städtischen Amt für Wirtschaft und Liegenschaften:  06131/12-2352

 

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Familie & Autismus – Ein Hausbesuch

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von Benjamin Schaefer und Katharina Dubno (Fotos):

Eine scheinbar ganz normale Szene, wie sie sich täglich abspielt: David Rücklinger holt seinen Sohn Jesaja von der Schule ab. Der 30-Jährige geht dafür zehn Minuten zu Fuß und wartet einige Minuten auf dem Schulhof. Sein sechsjähriger Sohn verlässt das Gebäude und beide gehen nach Hause. Vater David trägt den Ranzen des Jungen, der unterwegs über Parkbänke und Hausvorplätze turnt: „Wenn Jesaja morgen weg wäre, würde es mich nicht belasten“, sagt David Rücklinger kurz darauf mit nüchterner Stimme. Er hat keinerlei emotionale Bindung zu seinem Sohn. Denn der kräftige Mann mit dem schweizerisch-österreichischen Akzent und der gepflegten Ausdrucksweise ist Asperger-Autist.

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2×5 Interview mit dem Arzt und Professor Gerhard Trabert

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Sie sind bekannt für Ihren Einsatz für Obdachlose und Flüchtlinge; haben sogar das Bundesverdienstkreuz erhalten. Wie ist es dazu gekommen?

Die Situation von Menschen am Rande der Gesellschaft hat mich schon immer berührt. So hospitierte ich während meines Medizinstudiums in einem Lepra-Krankenhaus in Indien und habe mit dem Gedanken gespielt, im Ausland zu arbeiten. Aber dann habe ich mir gesagt, „schau erst mal in deinem Land, ob es nicht auch hier Armut und Ausgrenzung gibt“. Und da war vor allem die Wohnungslosen-Szene, deren Versorgung nicht gut ist. Das wollte ich ändern. Also gehe ich zu den Menschen und warte nicht, bis sie zu mir kommen. Das tue ich mit meinem „Arztmobil“, einem fahrenden Sprechzimmer. (mehr …)

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Raum für Regenbogen – Lesbisch / Schwules Leben in Mainz

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von Carina Schmidt und Jana Kay (Fotos):

Frank Grandpierre (44) kann sich noch daran erinnern, dass es am Chapeau Claque eine Klingel gab. Wer die Schwulen-Kneipe in der Kleinen Langgasse 4 zu später Stunde betreten wollte, musste sich zunächst eine Gesichtskontrolle durch ein kleines Guckloch gefallen lassen. Als er den schmalen Schlauch des Gastraums zum ersten Mal betrat, erschrak er und dachte:  „Vielleicht bin ich doch nicht schwul.“

Es war das Publikum, das den damals 17-Jährigen einschüchterte. „Man hat den Männern regelrecht angesehen, dass sie in ihrem Leben einiges an Diskriminierung erfahren haben.“ Das Chapeau Claque, das 1985 eröffnet hatte und vorher eine Oben-Ohne-Bar war, gibt es immer noch. In der Szene hat die Bar längst Kultstatus erreicht. Heute „trauen“ sich auch Lesben rein. (mehr …)

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Hoffnungsfenster – Die Mainzer Babyklappe

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von Julia Adrian und Isabel Hayn (Fotos):

Die Kappelhofgasse ist nur unweit vom täglichen Touristen-Trubel und den feiernden Nachtschwärmern mitten in der Altstadt gelegen. Hier, in diesem ruhigen Gässchen, befindet sich in einem unscheinbaren Seiteneingang des angrenzenden Bruder-Konrad-Stifts die Mainzer Babyklappe. Verzweifelte Mütter können hier, in einem durch höchste Sicherheitstechniken ausgestatteten Raum, ihr Baby geschützt in ein kleines Bettchen legen. (mehr …)

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Das Erbe der englischen Fräulein – Die Maria Ward-Schwestern verlassen Mainz

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von Fabienne Makhoul und Julia Adrian  Fotos: Katharina Dubno

Morgendliche Stille liegt über dem Garten. Noch ist es kühl und die Sonne besitzt nicht ihre mittägliche Kraft. Entfernt dringen Geräusche aus der Stadt über die alten Mauern. Und durch die Fenster der heutigen Schule sieht man hier und da gestreckte Kinderarme und -finger recken. Einzig und allein Schwester Claudia ist vor der Kapelle der Maria Ward-Schule (MWS) anzutreffen, vertieft in die Pflege ihrer Rosensträucher, die um das kleine Gotteshaus herum blühen. (mehr …)

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Das Maß der Dinge – Ein Generationenporträt zum Thema “Älter werden”

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von Neli Mihaylova und Katharina Dubno (Fotos)

Die Morgensonne strömt durch die deckenhohen Fenster des Aufenthaltsraumes. Einige Bewohner des Mainzer Altenheims sitzen im Kreis und unterhalten sich. Es riecht nach Kaffee und Putzmitteln. Um kurz vor zehn beginnt die Zeitungsrunde. Die letzten verspäteten Teilnehmer nehmen ihre Plätze im Kreis ein. In einer Ecke des Raumes sitzt Wilhelm und hält ein Nickerchen. (mehr …)

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Der Kita-Rechtsanspruch und die Folgen in Mainz

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Mainz ist eine schöne Stadt. Nicht zu groß und nicht zu klein, multi-kulti, mit ordentlichem kulturellen Angebot und guter Anbindung zu noch viel mehr Möglichkeiten im wundervollen Rhein-Main-Gebiet. So oder so ähnlich denken viele. Und die Einwohnerzahlen steigen. Und mit ihnen die Zahlen der kleinsten Einwohner. Nicht zuletzt auch, weil aktuell viele ältere Mütter zusätzlich auf das Geburtenkonto zu Buche fallen. Die Folge ist nicht nur, dass eine gewisse Knappheit an Wohnungen herrscht, sondern auch eine an Kinderbetreuungsplätzen. Vor allem für die ab Zweijährigen, wenn nämlich das Elterngeld und Elternzeit erst einmal aufgebraucht sind. (mehr …)