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Neue Details zur Ludwigsstraße verkündet

Vogelperspektive

Auf der Münchener Expo Real Immobilienmesse präsentierte das Bauunternehmen Gemünden / Molitor Immobilien und die Sparkasse Rhein Nähe vier neue Entwürfe zur geplanten Ludwigsstraße. Derzeit läuft die Akquise für die Geschäfte und die Gastronomie, darunter Modemarken und bekannte Kosmetiklabels. Auch Kultur ist geplant. Und mehrere Interessenten gibt es für das geplante Hotel mit 177 Zimmern und den Nahversorger im Erdgeschoss.
„Wir rechnen noch dieses Jahr mit der Baugenehmigung“, sagen Tina Badrot und Tim Gemünden in der Allgemeinen Zeitung. Allerdings nur für die Fuststraße – das heißt, Teile der Lulu und Galerie Gutleut bleiben noch bestehen bis Ende 2022. In der Zwischenzeit kommen die Archäologen und schauen sich die erste Baugrube an.

Die Lu soll sich in Zukunft in einem Dreiklang aus Handel, Gastro und Kultur präsentieren. Mit den jetzt vorgestellten Visualisierungen wird das neue städtebauliche Großprojekt, das vom Mainzer Büro Faerber Architekten entworfen wurde, konkreter erlebbar.

Pop-Up-Halle

Die Pop-Up-Halle, das Herzstück des zentralen Gebäudes werde ein sogenanntes Hangar-Tor erhalten, so Tim Gemünden in der AZ. Heißt, die Halle werde zur Lu hin mit einem etwa elf Meter hohen Tor, dessen Elemente sich seitlich wegschieben ließen, völlig offen gestaltet. Zudem erhält die Halle ein Glasdach, sodass das Flair eines freien Innenhofes entstehe. (mehr …)

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Lesung: Tijan Sila „Krach“ am 14. Oktober auf der Zitadelle

Eine Punkband in der Pfalz der Neunzigerjahre – was kann da schon schiefgehen? Eine Menge, wie Tijan Silas neuer Roman „Krach“ aufs Unterhaltsamste beweist. Der 18-jährige Gansi gründete mit seinen Freunden in der Kleinstadt Calvusberg die Punkband Pur Jus. Während es seinen Eltern, die aus Bosnien nach Deutschland gekommen sind, lieber wäre, er würde wie sein Bruder Chirurg werden, veranstaltet er Radau im heimischen Club Fiasko, tourt durch das tief gespaltene Land vom blitzsauberen Jugendzentrum in Freiburg zum besetzten Haus in der ostdeutschen Provinz, lässt sich von einem Fascho die Lippe spalten und von der finsteren Gitarristin Ursel das Herz brechen. Dann trifft er Katja, die in „Texas“ lebt, einem Viertel in Calvusberg, das sogar die Punks fürchten. Gansi ist bis zur geföhnten und blondierten Haartolle verliebt in sie. Alles scheint perfekt – doch bald sind es nicht mehr nur die omnipräsenten Nazis, die für Pur Jus zur Gefahr werden – „Ein furioser Roman über das Erwachsenwerden im toten Winkel der Gesellschaft und eine kalte Dusche für lauwarmes Erzählen“ (Arno Frank). (mehr …)

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VOCAL ART Frankfurt: Poétique Musicale am 14. & 15. Oktober in Mainz

VOCAL ART Frankfurt RheinMain, das noch junge, einzige länderübergreifend aktive Festival der Metropolregion FrankfurtRheinMain präsentiert vom 14. Oktober bis 21. November Konzerte, Workshops und Vorträge zur Vokalkunst. Das Thema Poétique Musicale stellt einen zentralen Begriff Igor Strawinskys in den Mittelpunkt. Ein Schwerpunkt bleibt zudem der Blick auf Beethoven.
In diesem Jahr findet die Eröffnung erstmals in Rheinland-Pfalz statt: Am 14. Oktober ist zu diesem Anlass im Frankfurter Hof die Uraufführung von PASTORALE, einer Vokal-Instrumental-Symbiose von Beethovens 6. Symphonie mit Texten Hölderlins zu erleben. Die Geigerin Franziska Hölscher leitet die jungen Solisten des MUSIC CAMPUS Frankfurt RheinMain, die gemeinsam mit den Vocalsolisten Frankfurt musizieren.
Am Freitag 15. Oktober folgt in der Kirche St. Peter Mainz ein Gastspiel des soeben in Trägerschaft des Deutschen Musikrats neu gegründeten Bundesjugendchores. Unter der Leitung von Anne Kohler wird der Chor das Programm seines fulminanten Debutkonzertes präsentieren, das im Rahmen der Berliner Festspiele in der dortigen Philharmonie stattfand. Von Orlando di Lasso, Robert Schumann und Johannes Brahms reicht der musikalische Bogen bis zu Wolfgang Rihm und der Uraufführung einer Komposition von Kathrin Denner.

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Der Supermarkt im Rucksack: „Flink“ liefert Lebensmittel in 10 Minuten

Große Langgasse, an einem spätsommerlichen Vormittag. Die Gruppe, die es sich auf den zusammengewürfelten Sitzgelegenheiten vor der pinken Ladenfläche bequem gemacht hat, wirkt einnehmend: Lockeres Geplauder zwischen jungen Leuten – manche von ihnen, so stellt sich später heraus, studieren nebenbei, andere sind in Voll- oder Teilzeit beschäftigt. Aus der Runde geht einer los, um Kaffee zu holen, während die anderen weiter das Geschehen auf der langsam erwachenden Straße verfolgen. Erfahrungsgemäß sei es am Morgen noch etwas ruhiger als am Nachmittag und Abend, sagt Johannes Balfanz, Hub-Manager von Flink. In vielen Großstädten gibt es den mobilen Lieferdienst bereits, seit diesem Jahr auch in Mainz.

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Portrait: Dragqueen Chardonnay „Alex“ von Tain

Foto: Chardonnay von Tain

Im Alltag ist Alexander Böpple Lehrer an einem Gymnasium und unterrichtet dort Englisch, Ethik und Darstellendes Spiel. In seiner Freizeit wird er auf der Bühne seit 2017 zur alkoholabhängigen, koketten Drag Queen Chardonnay von Tain. Eine „Verwandlung“, die man sich beim Anblick des adretten 40-Jährigen im „zivilen“ Outfit erst einmal nicht vorstellen kann. Einen Hang zum Schauspiel, Verkleiden und Schminken hatte der Gymnasiallehrer, der mit seinem Mann in Weisenau lebt, schon immer.

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11.11. Fastnachtskampagne am Schillerplatz mit Eintritt und 2G

Die (geimpften) Mainzerinnen und Mainzer können sich wieder auf die Verkündung des närrischen Grundgesetzes am 11.11. um 11.11 Uhr freuen. Nachdem die Veranstaltung im vergangenen Jahr coronabedingt ausfallen musste, hat der Mainzer Carneval-Verein (MCV) beschlossen, die Veranstaltung in diesem Jahr wieder durchzuführen – als 2G-Veranstaltung, d.h. nur Genesene und Geimpfte erhalten Zutritt zum Veranstaltungsbereich und müssen Eintrittskarte, Impf-/Genesenennachweis und Personalausweis an den Eingängen vorzeigen*. Die Verkündung der Narrencharta wird in diesem Jahr nicht wie gewohnt vom Balkon des Osteiner Hofs verlesen, sondern um 11:11 Uhr von der Bühne am Schillerplatz. Auf dem eingezäunten Gelände rund um den Fastnachtsbrunnen werden 4.500 Menschen zugelassen.

Der Vorverkauf für die Veranstaltung startet ab sofort. (mehr …)

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Live-HörSpiel „ZAZIE – oder Die Welt am Arsch!?“ 12. bis 14. Oktober Kammerspiele

Die Provinzgöre Zazie kommt zum ersten Mal nach Paris und hat nur einen Wunsch: Einmal mit der Metro zu fahren! Aber die wird gerade mal wieder bestreikt … Das ist der zunächst simple Ausgangspunkt für Queneaus Roman. Jedoch beileibe nicht für ein Kinderbuch, sondern für eine in der besten Tradition des Surrealismus erzählte, wild-burleske und hintersinnige Geschichte. Ein anarchisches Vergnügen für Erwachsene, in dem kaum etwas so ist, wie es zu sein scheint, mit einem Feuerwerk an Sprachkomik und deftig-heiterer Gesellschaftskritik. Aber auch mit der tieferen Frage: Was passiert mit uns, wenn plötzlich Stillstand eintritt und unsere Pläne und Wünsche ausgesetzt werden? In Frankreich hat der 1959 erschienene Roman Kultstatus. In Deutschland ist er noch zu entdecken oder – mit der großartigen Neuübersetzung von Frank Heibert (2019) – wiederzuentdecken. Schönster Anlass und ideale Vorlage für eine Bearbeitung durch das Wiesbadener GOJ T-A-TR, das diese „Tour de Farce“ in einem neuen Format und mit allen Mitteln – Rezitation, Szene, Puppenspiel, Bilder, Musik & Geräusche – lustvoll hör- und sichtbar werden lässt.

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Römische Fundsachen – Ein Ausflug in die Geschichte von Mainz

Wer durch Mainz spaziert, läuft auf Schritt und Tritt über römische Geschichte. Kaum eine Baustelle ohne Funde. Jede Grabung beschert den Archäologen neue Erkenntnisse, aber auch neue Fragen. Dass man 2018 am Zollhafen fündig würde, war nicht unbedingt zu erwarten, doch die Ausgrabungen zeigten, dass die Neustadt bereits in der Antike besiedelt war.
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Capitol: Ein Abend für Charles Bukowski am 11. Oktober

Bukowski prägte einen Stil, der mit dem etablierten Literaturbegriff nichts am Hut haben wollte. Anlässlich des 100. Geburtstages wagt das Literaturbüro Mainz eine Bestandsaufannahme der aktuellen Rezeption – im Rahmen eines um Film und Rezitation erweiterten Podiumsgesprächs. Hierzu kommen: Dr. Sigrid Fahrer, Literaturwissenschaftlerin mit Schwerpunkt US-amerikanische Undergroundliteratur; Franz Dobler, Schriftsteller und Publizist, Träger des Deutschen Krimi Preises 2015 und ausgewiesener Bukowski-Experte, und Benno Käsmayr, erster deutschsprachiger Verleger Bukowskis und Begleiter des Autors bis zu dessen Tod 1994.
Die Moderation des Abends übernimmt Alexander Wasner vom SWR , dessen TV-Produktion „Der etwas andere Andernacher“ ebenfalls gezeigt werden wird. Zudem wird der Schriftsteller Alexander Pfeiffer einige Passagen aus Bukowskis Werk vortragen. Beginn ist um 20 Uhr. (Bild: M. Hegemann)

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20. Jubiläum des FILMZ – Festival des deutschen Kinos vom 4. bis 13. November

Mit seinem 20. Jubiläum bringt FILMZ – Festival des deutschen Kinos vom 4. bis 13. November erneut spannende Filme und Gäste der deutschsprachigen Filmlandschaft nach Mainz und in die Rhein-Main Region. Das älteste Langfilmfestival in Rheinland-Pfalz geht seit 2001 auf ein studentisches Engagement von Filmwissenschaftlern der Johannes-Gutenberg Universität zurück. Seitdem hat
sich um FILMZ der gleichnamige Verein gebildet, der als feste Mainzer Institution Filmkultur in der Region und darüber hinaus unterstützt und vorantreibt.
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Neue Ausstellung in der Kunsthalle: „Eins Komma Fünf“ – Vernissage am 9. Oktober

Foto: Kunsthalle

Einsamkeit stellt die neue Sicherheit dar – zumindest in körperlicher Hinsicht. Zweifelsohne hat Corona die Welt zum Stocken gebracht und Selbstverständlichkeiten entkräftet. Reisen, Termine und Treffen mussten eingeschränkt werden, gleichzeitig ist so mehr Raum für innere Einkehr entstanden. Die neue Ausstellung beschäftigt sich mit der Auswirkung der Pandemie auf das Zwischenmenschliche. Die Ausstellungseröffnung ist am 9. Oktober ab 16 Uhr.

www.kunsthalle-mainz.de